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Aktuelle VDI/IW-Zahlen: Weniger arbeitslose Ingenieure
26.01.2010

- Ingenieurlücke liegt bei 24.100 Personen
- 11.200 Architekten und Bauingenieure gesucht

Die Anzahl arbeitsloser Ingenieure betrug im Dezember 2009 27.100 Personen. Verglichen mit dem Vormonat nahm die Arbeitslosigkeit um 0,6 Prozent leicht ab. „Die Zahl verdeutlicht, dass trotz Wirtschaftskrise auch auf dem Ingenieurarbeitsmarkt praktisch Vollbeschäftigung herrscht“, sagt VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Allerdings sank zum Ende des Jahres die Zahl der offenen Stellen auf 49.200. Damit betrug die Fachkräftelücke 24.100 Personen. „Unternehmen haben immer noch Schwierigkeiten mit der Besetzung ihrer offenen Stellen. Zwar schwankt die Ingenieurlücke aufgrund der Wirtschaftskrise, allerdings ist eine Verschärfung der Fachkräfteproblematik nach dem erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung sehr wahrscheinlich“, kommentiert Fuchs.

Die meisten offenen Stellen im Dezember 2009 gab es bei Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren. Hier wurden rund 17.400 Vakanzen errechnet.

Schlaglicht Architekten und Bauingenieure



Im Fokus dieses Ingenieurmonitors standen die Architekten und Bauingenieure. Diese machten in Deutschland im Jahr 2008 knapp 18 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieure aus. Nimmt man die selbstständigen Architekten und Bauingenieure dazu, gewinnt diese Berufsgruppe noch stärker an Gewichtung.



Im Dezember 2009 betrug die Fachkräftelücke hier 4.900 Personen. Dies bedeutet im Vergleich zum Vormonat eine leichte Zunahme. Hintergrund ist die geringfügig gesunkene Arbeitslosigkeit (auf 7.000) bei gleichzeitigem leichtem Anstieg der offenen Stellen (auf 11.200). „Es ist erfreulich, dass die Arbeitslosenzahl bei Architekten und Bauingenieuren geschrumpft ist“, resümiert Fuchs. Im Vergleich zu 2009 lag die durchschnittliche Lücke mit 5.500 Personen rund 17 Prozent oberhalb der Lücke des Vorjahres. Der Bedarf an Architekten und Bauingenieuren ist nach wie vor hoch.



Monatlich aktuelle Daten: Ingenieurmonitor des VDI und IW Köln



Der „Ingenieurmonitor“ liefert monatlich umfangreiche Daten und Fakten zum Ingenieurarbeitsmarkt und wirft jeweils ein Schlaglicht auf ein Bundesland, eine Region oder eine Berufsordnung. Betrachtet werden sowohl das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot im Ingenieursegment, Arbeitslosenzahlen und Fachkräftelücken als auch der Vergleich zum Vormonat. Außerdem fokussiert der Ingenieurmonitor in einer Region bzw. Berufsordnung den Ingenieurarbeitsmarkt und zeigt die Entwicklungen über die letzten neun Jahre auf.

Der Monitor ist kostenlos erhältlich und kann online (www.vdi.de/ingenieurmonitor) heruntergeladen oder als Broschüre abonniert werden. Die Zusammenstellung wird vom VDI in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln angeboten.

Quelle: VDI e.V.
Weitere Informationen: http://www.vdi.de/presse